Archiv für den Tag: 30. April 2014

Von Stränden und Steaks…

Mit Uruguay haben wir ein in vieler Hinsicht unterschätztes Land kennengelernt. Die Küste von Montevideo über Punta del Este in Richtung Brasilien ist gesäumt von unzähligen einsamen Stränden und in den kleinen Fischerdörfern ist die Zeit vor 50 Jahren stehen geblieben. Das mondäne Seebad Punta del Este dagegen mutet mit seiner modernen Skyline aus Glas wie Klein-Miami an, aber wenige Kilometer später verlieren sich die Touristen, überwiegend aus dem benachbarten Argentinien und Brasilien, auch schon.

Skyline Punta del Este/Uruguay

Skyline Punta del Este/Uruguay

Bis zur östlichen Grenze des Landes dann nur Traumstrände, an denen die Surfer auf die perfekte Welle warten.

Strand bei Aguas Dulces/Uruguay

Strand bei Aguas Dulces/Uruguay

Die Uruguayer scheinen das entspannteste Volk der Welt zu sein. Von Hektik keine Spur. Mit Thermoskanne in der einen und Mate-Tee-Becher in der anderen Hand schlendern sie gemächlich durch den Tag, immer offen für einen kleinen Plausch, auch mit uns Fremden. Gespräche ergeben sich wie von selbst. Würde man einen Uruguayer nach der Bedeutung des Wortes „Burnout“ fragen, so erhielte man als Antwort, das sei das letzte Glimmen der Glut beim Grillen. Apropos: Gegrillt wird hier unentwegt; bereits ab mittags ziehen die Rauchfahnen und Aromen in die Nase. Bestes Fleisch erhält man hier zu ganz kleinen Preisen und so schwelgen wir in Entrecote und Filet samt herzhaften Saucen und passenden Weinen der Region. Da zwingend ein gustatorischer Kontrapunkt gesetzt werden muß gibt es als Dessert Dulce de leche, natürlich die kleine Doppelportion. Für Hugo ist das natürlich gar nichts;-)))

Steaks vom Grill in Uruguay

Steaks vom Grill in Uruguay

Hasta luego!

Endlich geht es los…

Nach einem guten halben Jahr intensivster Vorbereitungen gingen wir mit unserem Unimoppel am 28.2.2014 in Hamburg an Bord der Grande San Paolo. Sechs lange Wochen und über 10.000 Seemeilen später erreichten wir am 14.4.2014 Montevideo/Uruguay. Unterwegs hatten wir in Leixoes/Portugal, Casablanca/Marokko, Dakar/Senegal, Luanda/Angola, Paranagua/Brasilien und Zarate/Argentinien angelegt, teilweise mit Aufenthalten von bis zu sieben Tagen. Neben dem Leben an Bord eines Frachters mit über 4.000 Autos und mehr als 1.100 Containern haben wir den Atlantik in allen Schattierungen kennengelernt, von ruhig bis stürmisch, von leuchtendblau am Äquator über smaragdgrün vor der Küste Brasiliens bis tropisch-braun im Parana-Delta. Zeitweise begleiteten uns Delfine und Wale auf unserer Seereise. Die ersten Tage in Uruguay verbrachten wir an einsamen Stränden, bevor wir uns dann durch die Weite der Pampa Richtung Brasilien aufmachten, wo wir inzwischen angekommen sind.

Luanda/Angola

Luanda/Angola