Mit Uruguay haben wir ein in vieler Hinsicht unterschätztes Land kennengelernt. Die Küste von Montevideo über Punta del Este in Richtung Brasilien ist gesäumt von unzähligen einsamen Stränden und in den kleinen Fischerdörfern ist die Zeit vor 50 Jahren stehen geblieben. Das mondäne Seebad Punta del Este dagegen mutet mit seiner modernen Skyline aus Glas wie Klein-Miami an, aber wenige Kilometer später verlieren sich die Touristen, überwiegend aus dem benachbarten Argentinien und Brasilien, auch schon.
Bis zur östlichen Grenze des Landes dann nur Traumstrände, an denen die Surfer auf die perfekte Welle warten.
Die Uruguayer scheinen das entspannteste Volk der Welt zu sein. Von Hektik keine Spur. Mit Thermoskanne in der einen und Mate-Tee-Becher in der anderen Hand schlendern sie gemächlich durch den Tag, immer offen für einen kleinen Plausch, auch mit uns Fremden. Gespräche ergeben sich wie von selbst. Würde man einen Uruguayer nach der Bedeutung des Wortes „Burnout“ fragen, so erhielte man als Antwort, das sei das letzte Glimmen der Glut beim Grillen. Apropos: Gegrillt wird hier unentwegt; bereits ab mittags ziehen die Rauchfahnen und Aromen in die Nase. Bestes Fleisch erhält man hier zu ganz kleinen Preisen und so schwelgen wir in Entrecote und Filet samt herzhaften Saucen und passenden Weinen der Region. Da zwingend ein gustatorischer Kontrapunkt gesetzt werden muß gibt es als Dessert Dulce de leche, natürlich die kleine Doppelportion. Für Hugo ist das natürlich gar nichts;-)))
Hasta luego!




