… even if you miss, you land among the stars.
Wir sind inmitten der Sterne gelandet, zumindest für einen winzig kleinen Moment, gemessen an den Dimensionen unseres Universums. Im dritten Anlauf hat sich endlich unser Wunsch erfüllt und wir haben Tickets für eine nächtliche Besichtigung des Observatoriums Cruz del Sur erstanden, welches zum Planetarium der Universität von Chile gehört und 2007 eingeweiht wurde.
Es ist ein touristisches Observatorium drei Kilometer außerhalb von Combarbalá auf der Kuppe des Cerro Peralito und das einzige, wo Besucher mit vier 14- und 16-Zoll-Teleskopen selbst die Planeten und Sterne beobachten können. Alle anderen Observatorien ermöglichen nur einen Second-Hand-Blick per Computer-Bildschirm. Hinzu kommt, daß auch der Vollmond bei der hier angewandten Technik nicht stört. Ein Filter wird über das Teleskop gelegt und wir sehen den Mond zum Greifen nah, in aller Klarheit seine Ränder, den Verlauf des Kopernikuskrater.
Sirius ist in der heutigen Nacht der hellste Stern am Firmament und um diese Jahreszeit können wir von den Planeten den Mars am Himmel der Südhalbkugel erkennen. Wir dürfen einen Blick zurück in der Zeit werfen, ein paar Milliarden Jahre, Richtung Urknall. Wir sehen unter anderem einen großen Sternenhaufen, der ausschaut wie leuchtende Diamanten auf einem samtschwarzen Tuch. Dann schauen wir uns den Orion-Nebel und anschließend den Tarantula-Nebel an, eines der größten bekannten Gebiete, wo fortwährend Sterne „geboren“ werden. Er liegt 179.000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt; der wissenschaftliche Mitarbeiter erklärt uns, daß der Tarantula-Nebel ein Viertel des sichtbaren Himmels einnähme, würde man ihn auf die geringere Entfernung des Orion-Nebels zur Erde heranholen, der von unserem Sonnensystem „nur“ 1.350 Lichtjahre entfernt ist.

