{"id":919,"date":"2014-07-25T03:21:00","date_gmt":"2014-07-25T01:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=919"},"modified":"2014-07-25T03:21:00","modified_gmt":"2014-07-25T01:21:00","slug":"cochabamba","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=919","title":{"rendered":"Cochabamba"},"content":{"rendered":"<p>Nach vielen weiteren Kilometern \u00fcber das Altiplano f\u00e4llt die Hochlandroute in ein weites staubiges Tal ab und wir erreichen am Nachmittag <em>Cochabamba<\/em> auf 2.600 Metern.Trotz des klaren blauen Himmels liegt ein dicker Deckel aus Feinstaub und Abgasen \u00fcber der Stadt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-904\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1-300x219.jpg\" alt=\"Cochabamba Graffity 1\" width=\"300\" height=\"219\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1-300x219.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1-600x439.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1-624x457.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Graffity-1.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da es in Santa Cruz problemlos m\u00f6glich war, auf dem Public Parking des Flughafens zu stehen und alle Annehmlichkeiten vor Ort zu nutzen, steuern wir durch und durch optimistisch den Jorge Wilstermann Airport an. Prompt verfransen wir uns im Stra\u00dfenlabyrinth der Innenstadt und landen mitten auf dem Markt<em> La Cancha<\/em>. Es herrscht ein unbeschreibliches Chaos : Die enge Stra\u00dfe ist nur einspurig, also keine Chance zu wenden, tiefh\u00e4ngende Stromkabel, quer \u00fcber die Stra\u00dfe gespannte Werbebanner, Marktst\u00e4nde halb auf der Stra\u00dfe, H\u00e4ndler, die ihre Karren zwischen den Autos durchschieben und tausende Menschen machen den Weg auch nicht einfacher. Kurzeitig beschleunigt sich unser Puls, aber nach einer knappen Stunde haben wir uns durchgewuselt.<\/p>\n<p><iframe src=\"\/\/player.vimeo.com\/video\/101126960\" width=\"625\" height=\"352\" frameborder=\"0\" title=\"Fahren in Cochabamba\" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Am Flughafen finden wir einen sch\u00f6nen Stellplatz. Denken wir vorerst. Mitten in der Nacht h\u00e4mmert jemand wie wahnsinnig gegen unser Fahrzeug. Metall auf Metall. Wir linsen vorsichtig durch unsere Fenster und stellen als Erstes fest, da\u00df au\u00dfer uns kein anderes Fahrzeug auf dem Parkgel\u00e4nde stehen. Nicht gut. Dann h\u00f6re ich einen Funkspruch und entdecke einen Arm mit der Aufschrift \u201eSecurity\u201c. Wir \u00f6ffnen das Fenster, nur um von zwei Security Officers zu erfahren, da\u00df n\u00e4chtliches Parken hier nicht erlaubt ist. Mag ja sein, steht aber nirgendwo. Wir flunkern und jammern ein bisschen, erkl\u00e4ren, da\u00df wir auf unsere Kinder warten, die fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen aus La Paz einfliegen \u2026 und d\u00fcrfen wenigstens f\u00fcr den Rest der Nacht bleiben. In diesem Land herrscht pure Anarchie: Es gibt Gesetze, Regeln und Vorschriften f\u00fcr jede Kleinigkeit, niemand hier h\u00e4lt sich daran, aber aus Lapalien wird willk\u00fcrlich eine Riesensache gemacht. Am n\u00e4chsten Morgen verduften wir und schlagen gegen eine kleine Geb\u00fchr unser Quartier im Hinterhof eines Hotelkomplexes etwas au\u00dferhalb der Stadt auf. Von dort k\u00f6nnen wir gut mit dem Taxi ins Zentrum gelangen und uns weiteren Fahrstress ersparen.<\/p>\n<p>Die Stadt mit ihren 800.000 Einwohnern zieht sich die umliegenden H\u00fcgel hinauf und wird \u00fcberragt von der 40 Meter hohen schneewei\u00dfen Statue <em>Cristo la Concordia<\/em>, angeblich die gr\u00f6\u00dfte begehbare Cristusstatue der Welt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-906\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-300x225.jpg\" alt=\"Cochabamba\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben Santa Cruz z\u00e4hlt Cochabamba zu den wohlhabendsten St\u00e4dten Boliviens, wenngleich dieser Reichtum nicht \u00fcberall sichtbar ist. Dreh- und Angelpunkt des sozialen Lebens ist die <em>Plaza Principal<\/em> im Stadtzentrum, ein h\u00fcbscher Platz im Kolonialstil mit Palmen und vielen B\u00e4nken, die zum Verweilen einladen. In der Mitte stehen eine Kondors\u00e4ule und Anschlagtafeln mit den Seiten der aktuellen Zeitungen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Condors\u00e4ule.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-912\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Condors\u00e4ule-219x300.jpg\" alt=\"Condors\u00e4ule\" width=\"219\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Condors\u00e4ule-219x300.jpg 219w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Condors\u00e4ule.jpg 429w\" sizes=\"(max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele Frauen tragen hier die typische andine Tracht: mehrere Faltenr\u00f6cke in gedeckten Farben \u00fcbereinander, auf dem Kopf ein kleiner schwarzer Hut \u00e4hnlich der Melone von Pan Tau, auf dem R\u00fccken eine geschlungene \u201eKiepe\u201c aus leuchtend-buntem Stoff f\u00fcr ihr Hab und Gut, die dunklen Haare zu zwei langen Z\u00f6pfen geflochten, an deren Ende kleine schwarze Trodeln eingearbeitet sind. Optisch werden wir mehr und mehr auf die Anden eingestimmt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-903\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut-195x300.jpg\" alt=\"Cochabamba Frau mit Hut\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut-195x300.jpg 195w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut-600x919.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut-624x956.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Cochabamba-Frau-mit-Hut.jpg 668w\" sizes=\"(max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abends sind wir mit Cristian, einem Gleitschirmflieger aus Cochabamba, zum Essen verabredet. Es geht nach <em>La Recoleta<\/em>, einem sch\u00f6nen modernen Stadtteil n\u00f6rdlich des Zentrums. Nach einem opulenten, landestypischen Mahl inklusive reichlich bolivianischem Merlot m\u00f6chte uns Cristian noch das Nightlife seiner Heimatstadt ein bisschen vorstellen. Erst geht es in eine Karaoke-Bar, anschlie\u00dfend in einen Salsaschuppen. Wenn Cristian so fliegt wie er Salsa tanzt, dann wird es morgen ein spannender Tag. Es ist zwei Uhr nachts, als wir endlich zuhause sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vielen weiteren Kilometern \u00fcber das Altiplano f\u00e4llt die Hochlandroute in ein weites staubiges Tal ab und wir erreichen am Nachmittag Cochabamba auf 2.600 Metern.Trotz des klaren blauen Himmels liegt ein dicker Deckel aus Feinstaub und Abgasen \u00fcber der Stadt. 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