{"id":754,"date":"2014-07-08T23:48:38","date_gmt":"2014-07-08T21:48:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=754"},"modified":"2014-07-09T00:13:38","modified_gmt":"2014-07-08T22:13:38","slug":"same-same-but-different","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=754","title":{"rendered":"Same same but different"},"content":{"rendered":"<p>Die Landschaft des Pantanal und seine Tierwelt werden \u00fcber viele Kilometer noch unver\u00e4ndert bleiben, aber mit dem simplen Schlagbaum, der die Grenze zwischen Brasilien und Bolivien markiert, \u00e4ndert sich alles andere im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig. Die fr\u00f6hliche Offenheit und Neugier der Brasilianer weicht einer distanzierten Zur\u00fcckhaltung der beiden bolivianischen Grenzbeamten. Es gibt hier an der Grenze keinen Computer; mit Bleistift werden unsere Daten auf einem St\u00fcck Papier notiert. Die offizielle Anmeldung erfolgt erst einige Kilometer sp\u00e4ter in San Mathias. Mit dem Schlagbaum endet auch die Asphaltstra\u00dfe. Die n\u00e4chsten 470 Kilometer bis Concepcion f\u00fchren \u00fcber Erdpiste durch zunehmend undurchdringlichen Urwald.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-741\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch-300x138.jpg\" alt=\"Pantanalhirsch\" width=\"300\" height=\"138\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch-300x138.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch-600x276.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch-624x287.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Pantanalhirsch.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und mit dem Schlagbaum endet leider auch die Sauberkeit und die Verm\u00fcllung beginnt. San Mathias erstickt schon fast in Plastikm\u00fcll, der gedankenlos auf die Stra\u00dfe geworfen wird und auch bei tropischen Temperaturen leider eben nicht verrottet. Bolivien z\u00e4hlt zu den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt und Umweltbewusstsein ist hier noch Luxus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-752\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216-300x218.jpg\" alt=\"P1120216\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216-300x218.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216-600x437.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216-624x455.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120216.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir kreisen mit unserem Unimog mehrmals kreuz und quer durch die kleine Ortschaft, bis wir die Migraci\u00f3n finden. Problemlos werden die 90 Tage Aufenthaltsgenehmigung in unsere Dokumente eingetragen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-763\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109-300x217.jpg\" alt=\"Migracion San Mathias\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109-300x217.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109-600x435.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109-624x453.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/P1120109.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit den Papieren fahren wir zum Zoll etwas au\u00dferhalb des St\u00e4dtchens. Dort erkl\u00e4rt uns der junge Zollbeamte, da\u00df er von allem Kopien ben\u00f6tigt, er aber keinen Kopierer hat. In puncto B\u00fcroartikel ist er ansonsten jedoch bestens best\u00fcckt: Auf einem Regal stapeln sich in bester Loriot-Manier unz\u00e4hlige Kisten von B\u00fcroklammern, die bei dem mageren Grenzverkehr hier bis zum Jahr 3000 ausreichen sollten.<\/p>\n<p>Wir fahren zur\u00fcck ins Zentrum und suchen einen Copy Shop. Wir kopieren alle Unterlagen und stellen dabei fest, da\u00df auf allen Dokumenten 90 Tage eingetragen sind &#8211; mit einer Ausnahme: Auf Hugos Touristenkarte sind nur 30 Tage eingetragen. Absicht oder Fehler? Im Zweifel kann das bei \u00dcberziehung der Frist, da er der Fahrzeughalter ist, richtig \u00c4rger bis hin zu Beschlagnahmung des Fahrzeuges bedeuten. Und da wieder rauszukommen kostet in der Regel eine Menge Geld und noch mehr Zeit. Also wieder zur\u00fcck in die Migraci\u00f3n und alles von vorne. Nachdem schlussendlich \u00fcberall 90 Tage eingetragen sind und wir die Kopien haben geht es wieder zum Zoll. Dort werden alle Angaben \u00fcber Internet erfasst, nur dieses ist so langsam, da\u00df der Prozess ewig dauert. Nachdem alle Formalit\u00e4ten erledigt sind ist es zu sp\u00e4t zum Weiterfahren und wir verbringen den Abend und die Nacht in San Mathias. Im Abstand von ein paar Stunden kommen zwei vom Pistenstaub rot gepuderte Overlander aus Santa Cruz an, das Gep\u00e4ck der Fahrg\u00e4ste auf dem Dach unter Planen festgezurrt, aus den eigentlichen Gep\u00e4ckf\u00e4chern unten im Bus werden gro\u00dfe S\u00e4cke Kartoffeln, Zwiebeln, Maniok und Orangen ausgeladen. Frauen mit langen Z\u00f6pfen in landestypischer Tracht r\u00e4umen die Lebensmittel in die kleinen Verkaufsst\u00e4nde entlang der staubigen Stra\u00dfe. Brasilien ist keine zehn Kilometer weit weg, und doch Lichtjahre entfernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landschaft des Pantanal und seine Tierwelt werden \u00fcber viele Kilometer noch unver\u00e4ndert bleiben, aber mit dem simplen Schlagbaum, der die Grenze zwischen Brasilien und Bolivien markiert, \u00e4ndert sich alles andere im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig. Die fr\u00f6hliche Offenheit und Neugier der Brasilianer weicht einer distanzierten Zur\u00fcckhaltung der beiden bolivianischen Grenzbeamten. 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