{"id":3381,"date":"2015-02-22T15:52:33","date_gmt":"2015-02-22T13:52:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=3381"},"modified":"2015-02-22T16:31:34","modified_gmt":"2015-02-22T14:31:34","slug":"argentinische-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=3381","title":{"rendered":"Argentinische Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Mit der wenig verlockenden Aussicht auf einige kulinarisch eher karge Tage schlemmen wir in <em>El Chalt\u00e9n<\/em> ein letztes butterweiches, perfekt Englisch gegrilltes <em>bife de lomo<\/em> mit <em>Malbec<\/em>, schaffen danach noch frisch gebackene Waffeln mit lila <em>Calafate<\/em>-Eis und kehren dann dem Fitz-Roy-Massiv mit dem Versprechen wiederzukommen den R\u00fccken zu. Bis <em>El Bols\u00f3n<\/em>, unserem n\u00e4chsten Ziel, liegen 1.300 Kilometer einsame Pampa vor uns. Der Name Pampa stammt aus der <em>Quechua<\/em>-Sprache und bedeutet \u201ebaumlose Ebene\u201c und wirklich, w\u00e4hrend der n\u00e4chsten drei Tage wirft kein Baum oder Strauch seinen Schatten. Die Sonne brennt erbarmungslos den ganzen Tag vor dem azurblauen argentinischen Himmel, aber ein kalter Wind fegt von Nord nach S\u00fcd \u00fcber die ungesch\u00fctzte Ebene. Trifft er in voller St\u00e4rke frontal auf den Unimog, verlieren wir in dem flachen Gel\u00e4nde bis zu f\u00fcnfzehn kmh an Geschwindigkeit.<\/p>\n<p>Die Pampa tr\u00e4gt in dieser Gegend bezeichnende Namen: <em>Meseta la Siberia<\/em>, <em>Pampa Asador<\/em> (Bratspie\u00df) oder <em>Meseta da la Muerte<\/em> (Todesebene). Letztere hei\u00dft vermutlich so, weil man hier vor Langeweile umkommt. Hier gibt es nicht einmal mehr Guanacos, die etwas Bewegung in das sonst statische Bild der Landschaft bringen und mit ihren umherstreifenden Herden f\u00fcr den Moment des Vorbeifahrens den erm\u00fcdeten Sinnen eine willkommene Abwechslung bieten.<\/p>\n<p>Wir fahren Stunde um Stunde, Kilometer um Kilometer, ohne da\u00df sich die Landschaft \u00e4ndert; bis zum Horizont liegt in alle Richtungen eine endlose einheitsbraune Fl\u00e4che unter einem endlosen einheitsblauen Himmel. Au\u00dfer dem Wind ist kein Laut zu h\u00f6ren. T\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier \u2026 wir fahren und fahren und haben trotzdem das Gef\u00fchl, uns nicht von der Stelle zu bewegen. Kaum ein anderes Auto ist hier unterwegs und Ortschaften, die etwas Abwechslung in den Tag bringen w\u00fcrden, gibt es auf Hunderten von Kilometern keine. Wenn der Abend naht versuchen wir, f\u00fcr die Nacht einen halbwegs gesch\u00fctzten Platz zu finden und den Mog aus dem Wind zu nehmen. Jeder noch so kleine Ger\u00f6llhaufen w\u00e4re uns recht, aber die Suche ist vergeblich und so bleiben wir irgendwann einfach mitten in der Pampa abseits der Piste stehen.<\/p>\n<p>Zur St\u00e4rkung von Moral und Sitzmuskel gibt es morgens eine doppelte Portion Apfelpfannkuchen, die Synapsen werden mit starkem Kaffee in Schwung gebracht, dann wird aufgesessen und der Ritt durch die gelb-braune W\u00fcste geht weiter. Kurz bevor die Monotonie beginnt, Geist und Hirn zu zersetzen, tauchen schemenhaft die ersten Berge auf. Rund f\u00fcnfzehn Kilometer vor <em>El Bols\u00f3n<\/em> biegen wir zum t\u00fcrkisfarbenen<em> Lago Puelo<\/em> im gleichnamigen Nationalpark ab und spekulieren auf einen verschwiegenen Stellplatz am dicht bewaldeten Seeufer. Unserem Optimismus wird durch die Massen an Menschen und Autos abrupt Einhalt geboten. Es ist Hauptferienzeit in Argentinien und dem nahen, nur durch den Andenkamm getrennten Chile. Uns sind es zu viele Menschen auf einmal, wir sind diesen Trubel nicht mehr gewohnt, daher f\u00e4llt uns die Entscheidung zur Weiterfahrt nach <em>El Bols\u00f3n<\/em> nicht schwer. Nach einer kurzen Orientierungsfahrt durch das 30.000 Einwohner z\u00e4hlende \u00d6rtchen finden wir bei Anbruch der Dunkelheit einen ruhigen Platz an der Pferderennbahn. Erst am n\u00e4chsten Morgen entdecken wir, da\u00df wir mit unserem Ger\u00fcmpel auf dem Dach um Haaresbreite die Stromversorgung der Anlage gekappt h\u00e4tten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3277\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573-300x225.jpg\" alt=\"P1220573\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220573.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Gegend um <em>El Bols\u00f3n<\/em> hat ein warmes Mikroklima, welches Obst und Gem\u00fcse besonders gut gedeihen l\u00e4sst. Es ist Erntezeit, und \u00fcberall an kleinen Stra\u00dfenst\u00e4nden gibt es in gro\u00dfen Mengen und bester Qualit\u00e4t Erdbeeren, Himbeeren, Birnen, Kirschen und \u00c4pfel oder auch hausgemachte Marmelade und frischgepre\u00dfte S\u00e4fte zu kaufen. Auch Hopfen gedeiht hier gut, so da\u00df sich im Laufe der Jahre ein Zentrum der Bierbrauerei herausgebildet hat. Zahlreiche Restaurants betreiben Microbrauereien und \u00fcberraschen mit einer kreativen Vielfalt an guten Biersorten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Paraglider ist <em>El Bols\u00f3n<\/em> ein Hot Spot und wir ziehen mit samt dem Wagen zum Landeplatz oberhalb des St\u00e4dtchens um. Hier weiden einige Pferde mit ihren Fohlen und eine Herde von Schafen, die von einem schwarz-wei\u00dfen <em>Border Collie<\/em> geh\u00fctet wird, der \u00fcber unbegrenzte Energien zu verf\u00fcgen scheint und ganz offensichtlich Spa\u00df daran hat, neben seinem Job mit seiner Schnauze gro\u00dfe runde Steine \u00fcber die Wiese zu kullern. Die Thermik passt und Hugo genie\u00dft sch\u00f6ne Fl\u00fcge bis sp\u00e4t in die Abendstunden.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-3381 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3278'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220578-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3280'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220591-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3282'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220596-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3279'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220581-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3281'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220595-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=3283'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220597-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Dann sehen wir im S\u00fcden pl\u00f6tzlich dunkle Rauchwolken aufsteigen. Wir erfahren, da\u00df am dicht bewaldeten <em>Lago Puelo<\/em> ein Feuer ausgebrochen ist. Unabl\u00e4ssig fliegen vier kleine, mit Wassertanks ausgestattete Maschinen vom kleinen Flughafen in <em>El Bols\u00f3n<\/em> tagelang Eins\u00e4tze. Die Sommer hier sind trocken und sehr hei\u00df, und durch Leichtsinn und Unachtsamkeit kommt es in jedem Jahr zu Waldbr\u00e4nden, obwohl mit gro\u00dfformatigen Plakaten \u00fcberall un\u00fcbersehbar auf die gro\u00dfe Gefahr hingewiesen wird. Selbst wenn ein Brand oberfl\u00e4chlich vollst\u00e4ndig gel\u00f6scht ist kann es passieren, da\u00df sich das Feuer \u00fcber das Wurzelwerk in der staubtrockenen Erde fortsetzt und nach Stunden oder Tagen erneut entflammt. Allerdings wird unter den Einheimischen auch gemunkelt, mancher Brand sei von der Berufsfeuerwehr bewusst gelegt, da die Feuerwehrleute bei einem Brandeinsatz zus\u00e4tzlich zum Gehalt Pr\u00e4mien in H\u00f6he eines Monatseinkommens erhalten.<\/p>\n<p>Neben Gleitschirmfliegen, Marmeladeneink\u00e4ufen und dem Genu\u00df gastronomischer Leckerlies haben wir noch einen anderen Grund, in <em>El Bols\u00f3n<\/em> zu sein: Wir statten Klaus und seiner Frau, die mit ihren beiden Kindern seit etlichen Jahren ein paar Kilometer au\u00dferhalb der Stadt auf einer Farm in einem wundersch\u00f6nen Tal mit eigenem Flu\u00df leben, einen kurzen Besuch ab. Klaus ist unser \u201eUnimog-Versicherungsmakler\u201c f\u00fcr S\u00fcdamerika und wir holen uns nach einem Jahr dann doch mal unsere Papiere im Original ab. Zu bewegten Zielen l\u00e4sst sich schlecht Post schicken, daher sind wir bisher nur mit Farbausdrucken gereist, die wir aber nur bei den polizeilichen Checks in Bolivien vorzeigen mu\u00dften. Bei einem Schwatz in Klaus\u00b4 Wohnzimmer tauschen wir Erfahrungen aus, decken uns mit hausgemachtem Apfelsaft und Himbeermarmelade ein und setzen anschlie\u00dfend unsere Fahrt nach Norden zum <em>Parque Nacional Nahuel Huapi<\/em> , dem \u00e4ltesten Nationalparks Argentiniens, fort.<\/p>\n<p>Mit <em>San Carlos de Bariloche<\/em> am S\u00fcdostufer des <em>Lago Nahuel Huapi<\/em> erreichen wir das Tor zur sogenannten Argentinischen Schweiz und wirklich, Landschaft und Baustile der 130.000 Einwohner z\u00e4hlenden Stadt mit ihren gro\u00dfen Chalets und Hotelburgen \u00e4hneln denen des Originals sehr. Der direkt am kobaltblauen See gelegene Ort ist von einem Kranz aus Berggipfeln umgeben und mit bis zu zwei Meter Schneeh\u00f6he der bedeutendste Wintersportort des Landes. Die Besucherzahl \u00fcberschreitet die Millionenmarke und auch jetzt zur Sommerferienzeit droht er aus allen N\u00e4hten zu platzen. Leider kommt der Ort auch in einem anderen, wenig sch\u00f6nen Punkt auf die Top 10 Liste der Superlative: Kriminalit\u00e4t &#8211; <em>Bariloche<\/em> ist bekannt f\u00fcr Einbr\u00fcche und Autodiebst\u00e4hle, und so quartieren wir uns ausnahmsweise auf einem f\u00fcnfzehn Kilometer au\u00dferhalb der Stadt gelegenen Campingplatz am See ein. Es ist unglaublich hei\u00df und schw\u00fcl, auch das n\u00e4chtliche Gewitter bringt kaum Abk\u00fchlung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3284\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600-300x225.jpg\" alt=\"P1220600\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220600.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei einer Runde \u00fcber den landschaftlich sch\u00f6nen, entlang des s\u00fcdwestlichen Seeufers f\u00fchrenden <em>Circuito Chico<\/em> entdecken wir den Ort <em>Colonia Suiza<\/em>, und \u2013 \u00fcber den Punkt echter Verwunderung sind wir l\u00e4ngst hinaus &#8211; an einem Aussichtspunkt einen waschechten Bernhardiner inklusive F\u00e4sschen um den Hals. F\u00fcr umgerechnet 10 Euro kann man <em>Che<\/em> als molliges Model f\u00fcr Fotoshots buchen, wobei man die Auswahl zwischen verschiedenen Posen mit oder ohne Basecap und\/oder Sonnenbrille hat. Eine Gesch\u00e4ftsidee, die zu funktionieren scheint: Trotz des hohen Preises stehen die argentinischen und chilenischen Urlauber Schlange und schwitzen geduldig in der Sonne. Vielleicht sollte ich mich mal mit einem Llama namens <em>Dieter<\/em> an die K\u00f6 stellen\u2026 Das P\u00e4rchen, welches an der Reihe ist, als wir zuschauen, entscheidet sich f\u00fcr die Variante Sitzbank + Pf\u00f6tchen auf Schulter + Sonnenbrille auf Hundenase. <em>Che <\/em>scheint es nicht zu gefallen, er streckt dem Fotografen die Zunge raus. Der arme Hund.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3285\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604-300x201.jpg\" alt=\"P1220604\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604-300x201.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604-600x403.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604-624x419.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/P1220604.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir verlassen das \u00fcberlaufene <em>Bariloche<\/em> und fahren nach <em>Villa Angostura<\/em>, einem ruhigeren und historisch interessanten Ort am Nordufer des Sees, den jeder Argentinier kennt. Nach dem Staatsstreich der Milit\u00e4rs, die sie ihres Amtes enthoben, lebte <em>Isabel Per\u00f3n<\/em> &#8211; nicht <em>Evita<\/em>, sondern die zweite Frau<em> Juan Per\u00f3ns<\/em> &#8211; hier ab 1976 in Schutzhaft in einem Herrenhaus. Von hier aus nehmen wir die rund einhundert Kilometer lange <em>Ruta de los Siete Lagos<\/em>, die &#8222;Stra\u00dfe der Sieben Seen&#8220;, die uns nach <em>San Martin de los Andes<\/em> bringt. Die kurvenreiche Fahrt f\u00fchrt durch wildromantische Berglandschaften mit dichtem Urwald und vorbei an stillen tiefdunkelblauen Seen. Die Stra\u00dfe ist wider Erwarten geteert und windet sich wie eine Schlange aus Asphalt durch die ansonsten unber\u00fchrte Natur. Wir empfinden sie als Fremdk\u00f6rper im Urwald, aber kaum haben wir den Gedanken ausgesprochen, da endet der Asphaltbelag und es geht \u00fcber Schotterpiste weiter.<\/p>\n<p>Das von dichten W\u00e4ldern und Bergen umgebene <em>San Martin de los Andes<\/em> an der \u00f6stlichen Spitze des <em>Lago Lacar<\/em> ist neben <em>Bariloche<\/em> das zweite renommierte Wintersportzentrum des Landes. Es wirkt mit seinen eleganten Chalets etwas aufger\u00e4umter als der Nachbarort mit seinen un\u00fcbersehbaren Baus\u00fcnden, aber wir halten uns nicht auf, sondern starten durch. Wir wollen in das rund tausend Kilometer n\u00f6rdlich gelegene <em>Mendoza<\/em>, eines der bedeutendsten Weinanbaugebiete S\u00fcdamerikas. Da die Region auf der argentinischen Seite der Anden auf dieser Strecke wenig Attraktives bietet beschlie\u00dfen wir, doch noch einmal nach Chile zu wechseln und dabei noch einen kleinen Abstecher ans Meer zu machen. Sch\u00f6ne Nebenwirkung dieser Entscheidung ist, da\u00df eine gute Chance auf ein Treffen mit <em>Celi<\/em> und seiner Frau <em>Brigitte<\/em> in <em>Santiago<\/em> besteht, bevor die beiden zur\u00fcck nach Spanien fliegen. Mit <em>Celi<\/em> verbindet uns ein gemeinsames Schicksal: Er war mit uns an Bord der <em>Grande San Paolo<\/em> w\u00e4hrend der sechsw\u00f6chigen Reise von Hamburg nach <em>Montevideo<\/em> und wir haben Freud und Leid der \u00dcberfahrt geteilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der wenig verlockenden Aussicht auf einige kulinarisch eher karge Tage schlemmen wir in El Chalt\u00e9n ein letztes butterweiches, perfekt Englisch gegrilltes bife de lomo mit Malbec, schaffen danach noch frisch gebackene Waffeln mit lila Calafate-Eis und kehren dann dem Fitz-Roy-Massiv mit dem Versprechen wiederzukommen den R\u00fccken zu. 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