{"id":3172,"date":"2015-01-30T03:09:34","date_gmt":"2015-01-30T01:09:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=3172"},"modified":"2015-01-31T03:11:38","modified_gmt":"2015-01-31T01:11:38","slug":"welthauptstadt-der-forelle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=3172","title":{"rendered":"Welthauptstadt der Forelle"},"content":{"rendered":"<p><em>Ushuaia<\/em> am s\u00fcdlichsten Ende Feuerlands liegt noch ca. 450 Kilometer entfernt und wir m\u00fcssen ein St\u00fcck durch Chile fahren, um dorthin zu kommen. In <em>Monte Aymond<\/em> verlassen wir Argentinien und reisen wieder in Chile ein. Die Pan Am tr\u00e4gt hier den sch\u00f6nen Namen <em>\u201eRuta del Fin del Mundo\u201c<\/em> \u2013 Stra\u00dfe zum Ende der Welt. Genau da m\u00f6chten wir hin.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2968\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039-300x199.jpg\" alt=\"P1210039\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039-300x199.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039-600x399.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039-624x415.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210039.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die chilenischen Grenzformalit\u00e4ten kennen wir schon im Schlaf und haben wieder eine Banane, eine Zwiebel und ein paar Kartoffeln strategisch gut auffindbar im Wagen platziert. Diesmal hei\u00dft es jedoch mit einem verschmitzten Grinsen des Grenzbeamten &#8222;Eat banana&#8220;, was Hugo prompt erledigt. Zwiebeln und Kartoffeln wandern abends vermutlich in den Kochtopf des Grenzers, der gute Chia-Samen usw. bleibt uns erhalten :-).<\/p>\n<p>Eine F\u00e4hre setzt uns in einer halben Stunde \u00fcber die Magellan-Stra\u00dfe, dann sind wir auf Feuerland angekommen. Der Archipel mit seiner Hauptinsel und zahlreichen vorgelagerten Eilanden ist der s\u00fcdlichste Punkt der Erde, der nicht von ewigem Eis \u00fcberlagert ist. Der deutlich gr\u00f6\u00dfere Teil geh\u00f6rt zu Chile, aber der argentinische Teil ist erheblich dichter besiedelt. \u00dcber einige Jahre lockte die Regierung Argentiniens Unternehmen und Siedler mit Steuerfreiheit und anderen Verg\u00fcnstigungen, die inzwischen aber wieder abgeschafft wurden. Die Menschen sind Wind und Wetter zum Trotz geblieben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2970\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056-300x225.jpg\" alt=\"P1210056\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210056.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die staubtrockene Pampa mit ihrem ewig gelben B\u00fcschelgras, den Schafen und Guanacos setzt sich auch auf Feuerland fort und die \u201eStra\u00dfe zum Ende der Welt\u201c f\u00fchlt sich im chilenischen Teil genauso an, wie man sich eine \u201eStra\u00dfe zum Ende der Welt\u201c vorstellt: als eine von abgrundtiefen Schlagl\u00f6chern \u00fcbers\u00e4te schlechte Piste. Trotz Luftablassens ist die Fahrt streckenweise eine Tortur und wir kommen nur langsam voran. In <em>San Sebastian<\/em> wechseln wir dann wieder von Chile nach Argentinien; die Genz\u00fcberg\u00e4nge liegen durch zwanzig Kilometer Niemandsland voneinander getrennt. Als wir am argentinischen Posten aus dem Wagen steigen huscht neben uns ein kleines G\u00fcrteltier durchs Gras. Die PanAm ist ab hier wieder geteert und wir steuern <em>Rio Grande<\/em>, eine windzerzauste Hafenstadt an der Atlantikk\u00fcste an, um Lebensmittel und Diesel zu bunkern. Am gro\u00dfen Kreisverkehr vor der Stadt staunen wir nicht schlecht:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2971\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070-300x212.jpg\" alt=\"P1210070\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070-300x212.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070-600x425.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070-624x443.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210070.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir sind in der \u201eWelthauptstadt der Forelle\u201c angekommen und wie wir im Laufe des Tages auf Bildern sehen, die \u00fcberall h\u00e4ngen, werden hier Exemplare mit bis zu 17 Kilo Gewicht gefischt. An dieser Stelle Gru\u00df an <em>Thomas<\/em>: Die Me\u00dflatte in puncto Forellen liegt jetzt nat\u00fcrlich deutlich h\u00f6her!<\/p>\n<p>Angler und Fliegenfischer schw\u00e4rmen \u00fcber die gewichtigen Meerforellen, die hier in den kalten K\u00fcstenfl\u00fcssen gefangen werden k\u00f6nnen. Die Forelle ist kein endemischer Fisch in Feuerland, sondern erste Exemplare der Lachsforelle wurden von <em>John Goodall<\/em> 1935 eingef\u00fchrt, fanden reiche Nahrung in den Fl\u00fcssen und wanderten ins Meer hinaus. Da die Best\u00e4nde kontrolliert werden ist wildes Angeln nicht erlaubt, sondern man mu\u00df zuvor eine nicht ganz billige Angellizenz erstehen. Amerikanische Spezialveranstalter wie <em>The Fly Shop<\/em> bieten Pauschalarrangements mit Aufenthalt auf einer der umliegenden <em>estancias<\/em> an, die pro Woche gerne auch mal USD 5000 kosten \u2013 ohne Flug, wohlgemerkt.<\/p>\n<p>Der Wind hier auf Feuerland ist m\u00f6rderisch. F\u00fcr die Nacht suchen wir eine gesch\u00fctzte Stelle au\u00dferhalb von <em>Rio Grande<\/em> hinter einem Felsenh\u00fcgel in den grasbewachsenen D\u00fcnen am Atlantik. Der Tidenhub betr\u00e4gt hier bis zu 15 Metern, also fahren wir nicht bis ans Wasser. Viele Wasserv\u00f6gel sind hier zuhause oder im hiesigen Sommer zu Gast; einige der sch\u00f6n gefiederten Schnepfen- und G\u00e4nsearten kommen aus der arktischen Tundra und legen auf ihrer Reise \u00fcber 17.000 km pro Strecke zur\u00fcck. Wir sehen viele dieser Langstreckenflieger, die hier in den D\u00fcnen und Lagunen entlang des Ozeans ihren Nachwuchs gro\u00dfziehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2967\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010-300x225.jpg\" alt=\"P1210010\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210010.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hinter <em>Rio Grande<\/em> geht die Fahrt durch die Steppenlandschaft weiter, dann \u00e4ndert sich die Landschaft allm\u00e4hlich. Nach langer Zeit \u2013 seit unserer Abreise aus <em>Coyhaique<\/em> vor einer Woche \u2013 sehen wir erstmals wieder Fl\u00e4chen mit B\u00e4umen, wenig sp\u00e4ter wird es bergig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2972\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085-300x225.jpg\" alt=\"P1210085\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085-600x450.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085-624x468.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1210085.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ushuaia am s\u00fcdlichsten Ende Feuerlands liegt noch ca. 450 Kilometer entfernt und wir m\u00fcssen ein St\u00fcck durch Chile fahren, um dorthin zu kommen. In Monte Aymond verlassen wir Argentinien und reisen wieder in Chile ein. Die Pan Am tr\u00e4gt hier den sch\u00f6nen Namen \u201eRuta del Fin del Mundo\u201c \u2013 Stra\u00dfe zum Ende der Welt. 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