{"id":2965,"date":"2015-01-22T20:27:08","date_gmt":"2015-01-22T18:27:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=2965"},"modified":"2015-01-22T20:27:08","modified_gmt":"2015-01-22T18:27:08","slug":"happy-feet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?p=2965","title":{"rendered":"Happy Feet"},"content":{"rendered":"<p>Kurz hinter <em>Rio Gallegos<\/em> biegen wir von der PanAm auf eine unbefestigte Piste ab, die uns 130 Kilometer weit zur <em>Reserva Natural Cabo Virgenes<\/em> f\u00fchrt, dem s\u00fcdlichsten Punkt des patagonischen Festlandes. Eine Entscheidung, die, was wir noch nicht wissen, einen Umweg von rund 200 unbequemen Kilometern f\u00fcr uns bedeuten wird, die wir aber nicht ansatzweise bereuen, denn wir werden mit einem besonders sch\u00f6nen Erlebnis belohnt.<\/p>\n<p>Die lange Fahrt durch die Pampa, die hier bis ans Meer reicht, f\u00fchrt an einem halben Dutzend verstreut liegenden, aber auffallend sch\u00f6n herausgeputzten <em>estancias<\/em> vorbei. Haupt- und Nebengeb\u00e4ude sind strahlend-wei\u00df verputzt, tragen rote D\u00e4cher und sind wie ein kleines Dorf angelegt; sogar ein winzige Kirche mit Glockenturm ist vorhanden. Die Einfahrten sind mit alten, gut restaurierten gro\u00dfen Wagenr\u00e4dern aus schwarz lackiertem Holz geschm\u00fcckt, die einen Durchmesser von zwei Metern und mehr haben. Wir wundern uns, welches Verm\u00f6gen in dieser Abgeschiedenheit offensichtlich mit Schafzucht erworben werden kann. Aber wenn etwas zu sch\u00f6n scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch meistens nicht. So auch hier. Wir wiegen uns nur wenige Kilometer in der Illusion, dann entdecken wir in der Pampa die schwarzen, sich beh\u00e4big auf und ab bewegenden \u00d6lpumpen und die oberirdisch verlaufenden Gasleitungen. Die <em>estancias<\/em> stehen auf fl\u00fcssigem Gold, die Schafe sind nur noch Dekoration, Hobby oder eine Verneigung vor der Vergangenheit und den ersten Siedlern, die mit ihrem Mut, ihrer Z\u00e4higkeit und ihrer ehemals spartanischen Lebensweise den Grundstein f\u00fcr das heutige Verm\u00f6gen gelegt haben. F\u00fcr unsere Weiterfahrt am Nachmittag wird das Konsequenzen haben, an die wir zu diesem Zeitpunkt im Traum nicht denken.<\/p>\n<p>Hier am <em>Cabo Virgenes<\/em>, ganz in der N\u00e4he des Leuchtturms, findet sich jedes Jahr f\u00fcr sechs Monate eine gro\u00dfe Kolonie von Magellan-Pinguinen ein; bis zu einer halben Million der nur 30 bis 40 cm gro\u00dfen und nur 4 kg schweren Tierchen sind schon gez\u00e4hlt worden. Trotz der \u00d6l- und Gasvorkommen wurde das Gebiet offiziell als strikte Schutzzone deklariert und bislang scheint das Nebeneinander von Petrochemie und Naturschutz ohne St\u00f6rf\u00e4lle zu funktionieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2942\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854-300x214.jpg\" alt=\"P1200854\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854-300x214.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854-600x428.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854-624x445.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200854.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Pinguinpaare sind lebenslang monogam und die Partner finden sich hier jedes Jahr ab September f\u00fcr sieben bis acht Monate wieder zusammen, um in Strandn\u00e4he das gleiche Nest im Boden unter den <em>Calafate-<\/em> und <em>Senecio<\/em>-B\u00fcschen wie im Vorjahr zu beziehen. Jedes Weibchen legt zwei Eier, die vierzig Tage ausgebr\u00fctet werden, wobei die Eltern sich abwechseln. Die possierlichen K\u00fcken mit ihrem flaumigen grauen Federkleid wiegen beim Schl\u00fcpfen gerade einmal 80 Gramm, sind die ersten Tage blind, schreien daf\u00fcr aber um so lauter nach Nahrung. Unentwegt marschieren die Eltern auf ihren <em>happy feet<\/em> zum Meer, um Fische f\u00fcr ihren Nachwuchs zu fangen, und m\u00fcssen dabei mehrmals am Tag Strecken von bis zu 800 Metern bis zum Strand und wieder zur\u00fcck zur\u00fccklegen. Jetzt, um diese Jahreszeit, beginnt gerade der Gefiederwechsel bei den K\u00fcken und einige sehen etwas gerupft aus. Erst wenn dieser abgeschlossen und das dichte, k\u00e4lteisolierende Federkleid gewachsen ist k\u00f6nnen die Jungtiere ins Meer, um selbst\u00e4ndig Nahrung zu suchen. Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Kleinen lauert in der Luft: F\u00fcr die Raubm\u00f6wen sind sie ein Leckerbissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2957\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931-225x300.jpg\" alt=\"P1200931\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931-600x800.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931-624x832.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200931.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns kaum losrei\u00dfen. Die Tiere zeigen \u00fcberhaupt keine Scheu oder Angst vor uns. Ein neugieriger Pinguin kommt auf mich zugetappst und zupft mit seinem Schnabel immer wieder vorsichtig an meinem Hosenbein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2953\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913-300x230.jpg\" alt=\"P1200913\" width=\"300\" height=\"230\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913-300x230.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913-600x460.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913-624x479.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200913.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als ich leise mit ihm spreche, schaut er mich aufmerksam an und legt den Kopf abwechselnd erst auf die eine, dann auf die andere Seite, immer wieder, so w\u00fcrde er das Gesagte abw\u00e4gen. Blicke, die trotz des eiskalten Windes, der \u00fcber den Strand und die Kolonie fegt, jedes Herz zum Schmelzen bringen.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2965 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2958'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200940-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2959'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200947-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2951'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200897-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2954'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200916-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2955'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200918-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2949'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200889-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2945'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200870-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2946'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200874-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2950'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200895-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Unter fast jedem Busch gibt es eine Erdh\u00f6hle, die von Pinguinpaaren und ihrem Nachwuchs bewohnt ist. Auf dem Weg zum Strand gibt es regelrechte Pinguin-Highways, wo die Tiere zu Tausenden mit herausgedr\u00fccktem Brustkorb miteinander quatschend entlang watscheln und dabei aussehen wie vornehme, in feine Fracks gekleidete G\u00e4ste der Bayreuther Festspiele. Der Geruch h\u00e4lt sich \u00fcberraschend in Grenzen, aber die Lautst\u00e4rke in der Kolonie ist schon enorm. Wenn Pinguine etwas zu sagen haben, dann legen sie den Kopf weit in den Nacken, wackeln mit ihren Stummelfl\u00fcgeln, als wollten sie einen Raketenstart hinlegen, holen einmal ganz tief Luft und legen dann los. Was herauskommt h\u00f6rt sich ungef\u00e4hr so an wie ein sehr lauter sehr langer Eselsschrei.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2952\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905-300x202.jpg\" alt=\"P1200905\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905-300x202.jpg 300w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905-600x405.jpg 600w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905-624x421.jpg 624w, http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200905.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In unmittelbarer N\u00e4he zum Brutgebiet der Pinguine liegen an Land und im Meer einige Gas- und Erd\u00f6lf\u00f6rderanlagen, die \u2013 hoffentlich &#8211; strengen \u00dcberwachungsrichtlinien unterliegen. Nicht auszudenken, wenn es hier zu einem Leck k\u00e4me. In k\u00fcrzester Zeit w\u00e4re die gesamte Kolonie dahin und die Sch\u00e4den f\u00fcr das sensible \u00d6kosystem von <em>Cabo Virgenes<\/em> w\u00e4ren irreparabel.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-2965 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2960'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200955-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2961'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200975-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2962'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200977-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2944'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200863-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2963'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200980-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/?attachment_id=2943'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.mondomare.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/P1200857-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Nachdem wir ein 500.000faches Adoptionsverfahren eingeleitet haben rei\u00dfen wir uns von den <em>happy feet<\/em> endlich los und machen wir uns auf die Weiterfahrt. Laut Karten und s\u00e4mtlicher uns zur Verf\u00fcgung stehender Navis gibt es entlang der K\u00fcste eine Piste, eine offizielle Landstra\u00dfe, die uns auf k\u00fcrzestem Weg bis unmittelbar vor den argentinisch-chilenischen Grenz\u00fcbergang <em>Monte Aymond<\/em> bringt. Guter Dinge fahren wir los, finden aber die Abzweigung nicht. Wir fahren ein kleines St\u00fcck zur\u00fcck und stellen fest, da\u00df die Weggabelung im schmucken \u201eDorf\u201c der <em>Estancia El Condor<\/em> liegt. Leider wird sie durch ein massives, abgeschlossenes Tor versperrt. Also gut, dann fragen wir halt nach\u2026<\/p>\n<p>Wir suchen das Verwaltungsgeb\u00e4ude der Farm, klopfen an die T\u00fcr mit <em>\u201eadministracion\u201c,<\/em> die von einem jungen bebrillten Mann ge\u00f6ffnet wird. Ich erkl\u00e4re ihm unser Anliegen, er sieht unseren Wagen und macht gro\u00dfe Augen, aber er kennt noch nicht einmal die Stra\u00dfe, die wir suchen. Er bittet mich, einen Moment zu warten und kommt zur\u00fcck mit dem JR der Pampa. Ein stattlicher, stolzer \u00e4lterer Herr mit gepflegtem Schnurrbart in blankgeputzten Reitstiefeln aus Leder, hellbraunen Breeches, dezent gr\u00fcn-kariertem Flanellhemd und farblich abgestimmter Weste mit lederbezogenen Kn\u00f6pfen gibt mir die Hand. Sehr aufrecht mit durchgedr\u00fccktem R\u00fccken steht er wie ein General vor mir und schaut mich pr\u00fcfend an. Ob er der Besitzer oder der Verwalter der <em>estancia<\/em> ist kann ich im Gespr\u00e4ch nicht herausfinden, auf jeden Fall scheint er wichtig zu sein. Ich erkl\u00e4re ihm freundlich unsere Suche nach der Abk\u00fcrzung und unseren Wunsch, bleibe aber mit unserem Anliegen erfolglos. Die Piste gibt es zwar, geh\u00f6rt aber seit \u00fcber zwanzig Jahren zum Privatbesitz der <em>estancia<\/em>, und darf von Au\u00dfenstehenden nicht befahren werden. \u00d6l und Gas auf dem Grund und Boden, da l\u00e4sst man sich wohl nicht so gerne in die Karten schauen. Wir verhandeln noch ein bisschen hin und her, aber er bleibt hart und ich mu\u00df unverrichteter Dinge wieder gehen. F\u00fcr uns bedeutet das eine 130 km lange R\u00fcckfahrt auf einer m\u00e4\u00dfig guten Piste bis kurz vor <em>Rio Gallegos,<\/em> um dann auf die PanAm Richtung S\u00fcden abzubiegen \u2013 ein Umweg, der uns Stunden kostet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz hinter Rio Gallegos biegen wir von der PanAm auf eine unbefestigte Piste ab, die uns 130 Kilometer weit zur Reserva Natural Cabo Virgenes f\u00fchrt, dem s\u00fcdlichsten Punkt des patagonischen Festlandes. 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